Ich denke, also fahr ich…
Vor fast 400 Jahren lieferte Descartes eine Gebrauchsanleitung fürs Denken. Aus dem Werk namens «Discours de la méthode» stammte sein bekannter Satz: «Ich denke, also bin ich». Mit systematischem Anzweifeln wurde der Grundstein des modernen Denkens gelegt.
Das moderne Fahren stellte sich das Gros der Automobilbranche vor vielen Jahren noch ganz anders vor. Einsteigen. Zurücklehnen. Ankommen. Ohne Lenkrad, ohne Stress. Viele Automobilhersteller und Tech-Konzerne zeichneten damals eine Welt, in der autonome Fahrzeuge den Verkehr revolutionieren, Städte neu ordnen und nebenbei noch das Leben entschleunigen sollten. Der Mensch nur noch Passagier?
Naja, die Realität hat mit diesen perfekt gezeichneten Präsentationswelten wenig gemein. Städte taugen einfach nicht als Simulationsumgebungen. Sie sind zu komplex, zu chaotisch und zu unberechenbar. Baustellen tauchen auf, Linien verschwinden, Menschen verhalten sich… nun ja, menschlich eben. Und genau das alles lieben Algorithmen nicht besonders.
Man muss beim Fahren daher noch immer viel selber denken. Die grossen Visionen wurden deshalb schon mehrfach nachjustiert und nur noch sehr wenige Hersteller haben den Wunsch, das Lenkrad aus dem Auto zu verbannen.
«Man kann die Zukunft eben nicht herbeizwingen.» war die nüchterne Antwort an die Journalisten am Rande des MediaDrive des Citroën C5 Aircross.
Beispiel gefällig? Wie lange wartet man als Passagier in einem autonom fahrenden Fahrzeug an einem französischen Kreisverkehr, bis sich das Auto dann mal getraut hineinzufahren? Käme man in Italien wirklich entspannter am Ziel an, wenn man alle paar Sekunden eine autonome Vollbremsung wegen einer drängelnden Vespa ertragen müsste?
«Dass dieses Thema bei uns eine Nebenrolle spielt, kommt nicht aus Rückstand, sondern aus der Überzeugung heraus, dass die Mobilität auch in Zukunft immer menscheln wird.»
So gibt sich Citroën also nicht nur beim Fahren selbst gelassen. Assistenzsysteme, Teilautomatisierung – alles da. Aber eben als Unterstützung, nicht als Ersatz. Die Idee vom komplett fahrerlosen Auto passt schlicht nicht zur DNA einer Marke, die seit jeher Komfort als Erlebnis versteht und nicht als Abwesenheit von Verantwortung.
Und genau da liegt der eigentliche Unterschied. Autonomes Fahren verspricht, den Menschen aus der Gleichung weitestgehend herauszunehmen. Der Mutterkonzern Stellantis – und damit auch Citroën – hingegen baut Autos, die ihn bewusst im Zentrum lassen. Nicht, weil man es nicht versuchen will – sondern weil man es nicht zwingend muss.
Wohl deshalb werden keine Millionen und Milliarden investiert, um ein System zu perfektionieren, das nur unter Idealbedingungen glänzt.
Strassenverkehr braucht immer noch Intelligenz. Und zwar echte. «Ich denke, also fahre ich» wird also weiterhin relevant bleiben.
Vor fast 400 Jahren lieferte Descartes eine Gebrauchsanleitung fürs Denken. Aus dem Werk namens «Discours de la méthode» stammte sein bekannter Satz: «Ich denke, also bin ich». Mit systematischem Anzweifeln wurde der Grundstein des modernen Denkens gelegt.
Das moderne Fahren stellte sich das Gros der Automobilbranche vor vielen Jahren noch ganz anders vor. Einsteigen. Zurücklehnen. Ankommen. Ohne Lenkrad, ohne Stress. Viele Automobilhersteller und Tech-Konzerne zeichneten damals eine Welt, in der autonome Fahrzeuge den Verkehr revolutionieren, Städte neu ordnen und nebenbei noch das Leben entschleunigen sollten. Der Mensch nur noch Passagier?
Naja, die Realität hat mit diesen perfekt gezeichneten Präsentationswelten wenig gemein. Städte taugen einfach nicht als Simulationsumgebungen. Sie sind zu komplex, zu chaotisch und zu unberechenbar. Baustellen tauchen auf, Linien verschwinden, Menschen verhalten sich… nun ja, menschlich eben. Und genau das alles lieben Algorithmen nicht besonders.
Man muss beim Fahren daher noch immer viel selber denken. Die grossen Visionen wurden deshalb schon mehrfach nachjustiert und nur noch sehr wenige Hersteller haben den Wunsch, das Lenkrad aus dem Auto zu verbannen.
«Man kann die Zukunft eben nicht herbeizwingen.» war die nüchterne Antwort an die Journalisten am Rande des MediaDrive des Citroën C5 Aircross.
Beispiel gefällig? Wie lange wartet man als Passagier in einem autonom fahrenden Fahrzeug an einem französischen Kreisverkehr, bis sich das Auto dann mal getraut hineinzufahren? Käme man in Italien wirklich entspannter am Ziel an, wenn man alle paar Sekunden eine autonome Vollbremsung wegen einer drängelnden Vespa ertragen müsste?
«Dass dieses Thema bei uns eine Nebenrolle spielt, kommt nicht aus Rückstand, sondern aus der Überzeugung heraus, dass die Mobilität auch in Zukunft immer menscheln wird.»
So gibt sich Citroën also nicht nur beim Fahren selbst gelassen. Assistenzsysteme, Teilautomatisierung – alles da. Aber eben als Unterstützung, nicht als Ersatz. Die Idee vom komplett fahrerlosen Auto passt schlicht nicht zur DNA einer Marke, die seit jeher Komfort als Erlebnis versteht und nicht als Abwesenheit von Verantwortung.
Und genau da liegt der eigentliche Unterschied. Autonomes Fahren verspricht, den Menschen aus der Gleichung weitestgehend herauszunehmen. Der Mutterkonzern Stellantis – und damit auch Citroën – hingegen baut Autos, die ihn bewusst im Zentrum lassen. Nicht, weil man es nicht versuchen will – sondern weil man es nicht zwingend muss.
Wohl deshalb werden keine Millionen und Milliarden investiert, um ein System zu perfektionieren, das nur unter Idealbedingungen glänzt.
Strassenverkehr braucht immer noch Intelligenz. Und zwar echte. «Ich denke, also fahre ich» wird also weiterhin relevant bleiben.