Schon auf den ersten Blick zeigt der Citroën DS3 WRC, was er will. Mit seinen kompakten Abmessungen, der dynamischen und aggressiven Linienführung, stark betonten Kotflügeln, der neu gestalteten Frontschürze und aerodynamische Heckspoiler unterstreicht er seine unbedingten Siegesambitionen.
Die Konstruktion basiert auf dem DS3-Serienmodell, allerdings mit zahlreichen Modifikationen, um das Optimum aus Allradantrieb und McPherson Federung herauszuholen. Die Karosserie wurde an bestimmten stellen verstärkt, um Steifheit der Karosserie und somit Sicherheit des Fahrerteams zu gewährleisten.
Im Vergleich zu der vergangenen Generation der World Rallye Cars bewirkt die neue FIA-Regelung ab 2011 eine wahre Revolution unter der Motorhaube. So befindet beispielsweise beim Citroën DS3 WRC ein Vier-Zylinder-Turbomotor mit Direkteinspritzung und einem Hubraum von 1600 cm3 darunter. Der Einsatz der Direkteinspritzungstechnologie auf diesem Niveau des Motorsports ist ungewöhnlich und eröffnet völlig neue Wege, vor allem was Wettbewerbsfähigkeit und Verbrauch betrifft. Der Motor wurde zur Gänze von Citroën Racing entwickelt und hergestellt und ist 300 PS stark.
Die Kraftübertragung erfolgt über ein sequentiell geschaltetes Sechsganggetriebe und mechanische Differentiale vorne und hinten. Der Einsatz von Halbautomatik und zentralem Differential ist ab sofort verboten. Das Citroën Racing Team musste die neuen Regeln akzeptieren und versuchte dennoch jedes Detail zu optimieren.
Auch Erfahrung aus der erfolgreichen Vergangenheit wollte man nutzen. Die im Citroën DS3 WRC verwendete Elektronik wurde direkt vom bisherigen Citroën C4 WRC abgeleitet und eingebaut. Die Multiplex-Elektronik an Bord, das neue Chiptuning und alle Steuerungselemente wurden vom Citroën Racing Team entwickelt. Der Quellcode der internen Software wurde der FIA übermittelt, die darüber hinaus Zugriff auf die Messergebnisse des Motors und Fahrwerks hat.
Die Technikexperten sind sich bewusst, dass Sicherheitselemente kontinuierlich optimiert werden können. Daher waren sie bestrebt Schutz und Komfort der Teams noch weiter und über die Mindestvorschriften der FIA hinaus zu verbessern. So hat das Citroën Racing-Team beispielsweise eine eigenen Schalensitz entwickelt.
Mit den kompakten Abmessungen des Citroën DS3 WRC haben die Piloten den perfekten Überblick über den Streckenverlauf. Das LCD-Farbdisplay hinter dem Lenkrad zeigt die wichtigsten Informationen auf einen Blick (Betriebsart, eingelegter Gang) an. Die optimale Platzierung von Schalthebel und Handbremse wurde lange studiert und schließlich so nah wie möglich am Lenkrad festgesetzt. Der Co-Pilot sitzt ein wenig tiefer, um den Schwerpunkt zu optimieren und verfügt außerdem über einen eigenen, am Mitteltunnel platzierten, Bildschirm.